Ich hob sie hoch und spürte das nasse Gewicht ihrer Kleidung. Sie zitterte. Ich umarmte sie so fest, dass ich ihren Herzschlag an meinem spüren konnte.
„Ich bin da“, flüsterte ich. „Ich bin bei dir. Alles wird gut.“
Sie presste ihr Gesicht schluchzend an meine Schulter. Als sie sich zurückzog, klebten ihre Wimpern von Tränen und Regen.
„Oma und Opa… sie haben mich verlassen“, flüsterte sie.
Etwas in meiner Brust wurde stechend und kalt.
Frau Patterson entschuldigte sich für ihren späten Anruf und dafür, dass sie „nicht wusste, wie die Lage war“, aber ich konnte sie vor dem Lärm in meinen Ohren kaum verstehen. Ich dankte ihr trotzdem, denn sie war der Grund, warum Lily nicht allein hier draußen stand.
Im Auto drehte ich die Heizung voll auf und hüllte Lily in meinen Mantel. Ihre Zähne klapperten, als könnte sie es nicht unterdrücken. Vorsichtig schnallte ich sie an und wischte ihr den Regen von der Stirn.
„Erzählen Sie mir, was passiert ist“, sagte ich so sanft wie möglich.
Lily schniefte. „Sie kamen wie immer. Ihr silbernes Auto. Ich bin hingerannt.“