Ich mähte den Rasen für die 82-jährige Witwe von nebenan

Ich warf mir die erste Strickjacke über, die ich finden konnte, und trat vor die Tür. Auf der Straße herrschte Chaos.

Zwei Streifenwagen, ein Geländewagen des Sheriffs, Nachbarn, die sich auf ihren Rasenflächen versammelt hatten, die Gesichter vor Neugierde angespannt. Ich strich mir eine lose Haarsträhne hinter das Ohr und trat auf die Veranda, bemüht, mutiger zu wirken, als ich mich fühlte.

Ein hochgewachsener Offizier kam näher – breitschultrig, ernst, die Art von Mann, die einen dazu brachte, sich etwas gerader hinzustellen.

„Sind Sie Ariel?“, fragte er mit fester, aber nicht unfreundlicher Stimme. Sein Blick huschte zu den zuschauenden Nachbarn. „Ich bin Sheriff Holt. Dürfen wir kurz hereinkommen?“

Ich öffnete die Tür, mein Herz klopfte. Das Wohnzimmer wirkte plötzlich viel zu klein. Sein Radio knisterte, während er die Familienfotos und den Stapel ungeöffneter Post überflog.

„Ist alles in Ordnung?“, fragte ich.

Er senkte die Stimme. „Ich wünschte, es wäre so. Frau Higgins ist heute Morgen früh auf ihrer Veranda zusammengebrochen. Ein Nachbar hat den Notruf gewählt. Die Rettungssanitäter waren da, aber…“ Er brach ab.

„Sie hat es nicht geschafft“, flüsterte ich und ließ mich auf die Couch sinken.

Er nickte sanft. „Es tut mir leid. Ich weiß, dass Sie ihr gestern geholfen haben. Ein Nachbar hat es uns erzählt, und wir haben die Überwachungskamera auf ihrer Veranda überprüft. Wir haben gesehen, wie sie etwas in Ihren Briefkasten geworfen hat, bevor sie sich zum letzten Mal hingesetzt hat.“

Ich starrte ihn an. „Sie … hat etwas in meinen Briefkasten geworfen? Was?“

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