Die Harlow-Kinder wurden 1992 gefunden; was danach geschah, schockierte das ganze Land.

Morrisas Stimme ertönte an der Tür. „Sie stehen hier schon seit zwei Stunden, Sheriff. Sie rühren sich nicht vom Fleck. Sie bringen kein Wort heraus. Er hat keine Fragen beantwortet. Es scheint, als würde er etwas anderes beantworten.“ Brennan kam langsam näher, seine Stiefel knarrten im Stroh. „Kinder“, sagte er leise. „Ich bin Sheriff Brennan. Wir sind hier, um euch zu helfen. Könnt ihr eure Namen nennen?“ Nichts, nicht einmal ein Blinzeln. Er versuchte es erneut. „Wo sind die Eltern? Wo sind die Harlows?“

Beim Hören des Namens veränderte sich etwas, nicht ihre Gesichtsausdrücke, die seltsamerweise neutral wirkten, sondern die Stille selbst. Sie wurde schwermütiger, erwartungsvoller. Das ältere Mädchen mit dem dunklen Haar, das wie ihr Lauch aussah, nickte leicht nach links. Als sie erschien, erklang ihre Stimme wie von einer geheimnisvollen Melodie heraufbeschworen, die die Worte nicht widerlegten: „Mama und Papa sind zu Hause. Sie sind auch zu Hause. Für einen Moment steht alles still.“